Inhaltsverzeichnis
Das Exposé deiner Hausarbeit zeigt auf etwa 1 bis 2 Seiten (Richtwert, Vorgaben variieren), was du untersuchen willst, wie du vorgehst und warum das Thema relevant ist. Deine Betreuung kann so in wenigen Minuten prüfen, ob dein Vorhaben tragfähig ist. Du selbst sparst dir Umwege, weil du Probleme erkennst, bevor du wochenlang in die falsche Richtung schreibst.
Sechs Bausteine des Exposés:
- Thema und Arbeitstitel – Was untersuchst du?
- Problemstellung und Forschungsfrage – Welche Lücke schließt du?
- Zielsetzung – Was soll die Arbeit erreichen?
- Methodik – Wie gehst du vor?
- Vorläufige Gliederung – Welche Kapitel planst du?
- Zeitplan und erste Literatur – Wann machst du was?
Umfang: Richtwert 1 bis 2 Seiten; Vorgaben variieren je nach Lehrstuhl und Arbeitstyp.
Was ist ein Exposé für die Hausarbeit?
Ein Exposé ist dein Projektplan auf Papier. Es beantwortet die Fragen, die deine Betreuung vor Arbeitsbeginn klären will: Ist das Thema für eine Hausarbeit geeignet? Ist die Forschungsfrage beantwortbar? Passt die Methode zum Vorhaben? Reichen die verfügbaren Quellen?
Die meisten Betreuenden achten besonders auf drei Punkte: eine klare, eingrenzbare Forschungsfrage, ein nachvollziehbares Vorgehen und eine realistische Einschätzung des Aufwands. Wenn diese drei Punkte überzeugen, steht dem grünen Licht meist nichts im Weg.
Ob ein Exposé verlangt wird, hängt vom Lehrstuhl ab. Manche Dozentinnen und Dozenten erwarten es als Voraussetzung für die Themenvergabe, andere nicht. Frag im Zweifel deine Betreuung, ob und in welchem Umfang ein Exposé erwartet wird. Auch ohne Pflicht lohnt sich der Aufwand, weil du frühzeitig merkst, ob dein Plan aufgeht.
Exposé Hausarbeit: Aufbau in sechs Bausteinen
Der Aufbau des Exposés folgt einer logischen Struktur. Die sechs Bausteine führen von der groben Themenidee zur konkreten Umsetzungsplanung. Zu jedem Baustein findest du hier Formulierungshilfen und typische Stolperstellen.
Du benennst dein Thema und formulierst einen vorläufigen Titel. Der Arbeitstitel kann sich noch ändern.
Beispiel „Arbeitstitel: Der Einfluss von Social Media auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener"
Stolperstelle: Zu breit formuliert. Statt „Social Media und Politik" → „Der Einfluss von Instagram auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener".
Du erklärst, welches Problem du untersuchst und welche Frage du beantworten willst. Die Forschungsfrage ist das Herzstück deines Exposés.
Problemstellung „Die Nutzung sozialer Medien als Informationsquelle nimmt zu, gleichzeitig wächst die Sorge um Filterblasen und Desinformation."
Forschungsfrage „Inwiefern beeinflusst die Nutzung von Instagram die politische Meinungsbildung von 18- bis 25-Jährigen?"
Gute Forschungsfrage, wenn…
- Sie ist eingrenzbar (nicht „alles über X")
- Sie ist im Hausarbeits-Umfang beantwortbar (je nach Vorgaben 10–20+ Seiten)
- Eine passende Methode existiert (Literatur verfügbar oder Daten erhebbar)
Stolperstelle: Keine echte Frage formulieren. Statt „Ich untersuche Social Media" → „Welche Faktoren beeinflussen die politische Meinungsbildung durch Social Media?"
Du beschreibst, was deine Arbeit erreichen soll und welchen Beitrag sie leistet.
Beispiel „Ziel der Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Social-Media-Nutzung und politischen Meinungsbildung aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die diesen Zusammenhang beeinflussen."
Stolperstelle: Zielsetzung mit Ergebnissen verwechseln. Statt „Die Analyse zeigt, dass X zu Y führt" → „Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen X und Y zu untersuchen."
Du skizzierst, wie du die Forschungsfrage beantworten willst. Je nach Arbeitstyp sind unterschiedliche Angaben wichtig. Wähle den passenden Block:
Literaturarbeit
Nenne: Datenbanken (z. B. JSTOR, Google Scholar), Zeitraum (z. B. 2017–2024), Ein-/Ausschlusskriterien (z. B. nur peer-reviewed), wie du den Forschungsstand strukturierst (thematisch, chronologisch).
„Die Analyse stützt sich auf eine systematische Literaturrecherche in JSTOR und Google Scholar. Einbezogen werden peer-reviewed Studien aus den Jahren 2017–2024. Der Forschungsstand wird thematisch nach Einflussfaktoren gegliedert."
Qualitative Empirie (z. B. Interviews)
Nenne: Zielgruppe und Auswahl (z. B. 8 Studierende, Snowball-Sampling), Erhebungsmethode (z. B. leitfadengestützte Interviews), Auswertung (z. B. qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring), Machbarkeit (Zugang, ggf. Einwilligung/Datenschutz bei sensiblen Themen).
„Es werden 8 leitfadengestützte Interviews mit Studierenden geführt, die über das Fachschaftsnetzwerk rekrutiert werden. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring."
Quantitative Empirie (z. B. Umfrage)
Nenne: Instrument/Skalen (z. B. etablierter Fragebogen, eigene Items), Stichprobe (z. B. N ≈ 100 Studierende), Variablen und Operationalisierung, geplante Auswertung (z. B. Korrelationsanalyse, t-Test).
„Die Datenerhebung erfolgt per Online-Fragebogen (N ≈ 100). Gemessen werden Social-Media-Nutzung (Häufigkeitsskala) und politisches Interesse (5-Punkte-Likert). Die Auswertung umfasst deskriptive Statistik und Korrelationsanalysen."
Stolperstelle: Zu vage bleiben. Statt „Ich lese Bücher" → „Die Analyse stützt sich auf 12 Studien aus JSTOR (2017–2024), ausgewählt nach Peer-Review-Status."
Du zeigst, wie du die Arbeit strukturieren willst. Die Gliederung kann sich noch ändern, sollte aber den groben Aufbau erkennen lassen.
Wie detailliert sollte die Gliederung sein?
Zeige mindestens 2 Gliederungsebenen (1., 1.1, 1.2). Kapitelüberschriften sollten inhaltsbeschreibend sein, nicht nur „Hauptteil". Bei Literaturarbeiten: eigener Forschungsstand-Teil. Bei empirischen Arbeiten: eigene Kapitel für Methodik, Ergebnisse und Diskussion.
Beispiel Literaturarbeit
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Social Media als Informationsquelle
2.2 Politische Meinungsbildung
3. Forschungsstand
4. Analyse: Einflussfaktoren im Vergleich
5. Fazit
Beispiel Empirische Arbeit
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
3. Methodik
3.1 Stichprobe und Erhebung
3.2 Auswertungsverfahren
4. Ergebnisse
5. Diskussion
6. Fazit
Stolperstelle: Nur Standardüberschriften. Statt „2. Hauptteil" → „2. Theoretische Grundlagen zur Medienrezeption".
Du skizzierst, wann du welche Arbeitsschritte erledigst, und nennst erste relevante Quellen. Der Zeitplan zeigt, dass du realistisch planst. Als Richtwert gilt: etwa 15 bis 20 % der Gesamtzeit als Puffer einplanen (je nach Umfang und Erfahrung kann das variieren).
Variante A: Kompakt (4 Wochen)
Woche 1: Literaturrecherche und Einarbeitung
Woche 2: Theorieteil schreiben
Woche 3: Analyse und Hauptteil
Woche 4: Fazit, Überarbeitung, Puffer
Variante B: Semesterbegleitend (8 Wochen)
Woche 1–2: Recherche, Literatur sichten, Gliederung finalisieren
Woche 3: Theorieteil / Grundlagen
Woche 4: Feedback Betreuung einholen
Woche 5–6: Analyse / Hauptteil
Woche 7: Fazit, Einleitung überarbeiten
Woche 8: Korrektur, Formatierung, Puffer
Stolperstelle: Kein Puffer, keine Feedback-Schleife. Plane ausreichend Puffer ein (Richtwert: ca. 1 Woche bei 4–6 Wochen Bearbeitungszeit) und einen festen Termin für Rücksprache mit der Betreuung.
Exposé vs. Einleitung: Was ist der Unterschied?
Exposé und Einleitung werden manchmal verwechselt. Der zentrale Unterschied: Das Exposé schreibst du vor der Arbeit (Plan), die Einleitung danach (Teil der fertigen Arbeit).
Das Exposé enthält Elemente, die in der Einleitung nicht vorkommen: Zeitplan und erste Literaturliste. Umgekehrt fehlen im Exposé Elemente, die erst nach dem Schreiben möglich sind: ein Überblick über die tatsächlichen Ergebnisse und die Reflexion des Vorgehens.
Die Einleitung ist Teil des finalen Dokuments und wird bewertet. Das Exposé ist ein internes Arbeitspapier, das nach Freigabe durch die Betreuung oft nicht mehr eingereicht wird. Bei Abschlussarbeiten (Bachelor, Master) wird das Exposé manchmal archiviert; bei Hausarbeiten ist das selten der Fall.
Wenn du ein gutes Exposé geschrieben hast, kannst du Teile davon für die Einleitung wiederverwenden. Problemstellung, Forschungsfrage und Zielsetzung fließen in ähnlicher Form in die Einleitung ein. Du musst sie nur anpassen und auf den tatsächlichen Inhalt abstimmen.
Exposé Hausarbeit Beispiel
Hier siehst du drei konkrete Beispiele für verschiedene Fächer und Arbeitstypen. In jedem Beispiel sind alle sechs Bausteine enthalten. Die Länge kann je nach Lehrstuhl variieren.
Arbeitstitel
Der Einfluss von Instagram auf die politische Meinungsbildung junger Erwachsener
Problemstellung und Forschungsfrage
Soziale Medien gewinnen als Informationsquelle an Bedeutung, insbesondere bei jungen Menschen. Kritiker warnen vor Filterblasen und Desinformation, während andere auf demokratisierende Effekte verweisen. Die Arbeit untersucht: Inwiefern beeinflusst die Nutzung von Instagram die politische Meinungsbildung von 18- bis 25-Jährigen in Deutschland?
Zielsetzung
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Social-Media-Nutzung und politischen Meinungsbildung systematisch aufzuarbeiten und Faktoren zu identifizieren, die diesen Zusammenhang moderieren.
Methodik
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse. Die Recherche erfolgt in JSTOR, Google Scholar und der Universitätsbibliothek. Einbezogen werden empirische Studien aus den Jahren 2017 bis 2024.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theoretische Grundlagen (Social Media, politische Meinungsbildung) / 3. Forschungsstand / 4. Analyse: Einflussfaktoren / 5. Fazit
Zeitplan
Woche 1–2: Recherche / Woche 3: Theorieteil / Woche 4–5: Analyse / Woche 6: Fazit und Überarbeitung
Erste Literatur
Allcott, H./Gentzkow, M. (2017): Social Media and Fake News. Boulianne, S. (2019): Social Media Use and Political Participation. Sunstein, C. (2017): #Republic.
Arbeitstitel
Erinnerung als Erzählstrategie in Jenny Erpenbecks „Heimsuchung"
Problemstellung und Forschungsfrage
Die Darstellung von Erinnerung in der Gegenwartsliteratur nutzt komplexe narrative Verfahren. Die Arbeit fragt: Wie wird Erinnerung in Erpenbecks „Heimsuchung" narrativ konstruiert und welche Funktion hat dies für die Darstellung deutscher Geschichte?
Zielsetzung
Ziel ist es, wiederkehrende narrative Muster der Erinnerungsdarstellung zu identifizieren und ihre Funktion für die Geschichtsdarstellung herauszuarbeiten.
Methodik
Die Analyse stützt sich auf narratologische Ansätze (Genette, Martinez/Scheffel). Untersucht werden Zeitstruktur, Fokalisierung und Leitmotive.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theorie: Narratologie und Erinnerungsforschung / 3. Analyse: Erzählstruktur / 4. Analyse: Erinnerungsmotive / 5. Fazit
Zeitplan
Woche 1–2: Theorieteil / Woche 3–4: Textanalyse / Woche 5: Fazit / Woche 6: Überarbeitung und Puffer
Erste Literatur
Genette, G. (2010): Die Erzählung. Assmann, A. (2018): Erinnerungsräume. Martinez/Scheffel (2016): Einführung in die Erzähltheorie.
Arbeitstitel
Nachhaltigkeitskommunikation in DAX-Unternehmen: Ein Vergleich von Siemens und BASF
Problemstellung und Forschungsfrage
Große Unternehmen unterliegen zunehmend Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit (je nach Regelwerk und Unternehmensgröße), doch die Darstellung variiert stark. Die Arbeit untersucht: Wie unterscheiden sich Siemens und BASF in der Kommunikation ihrer Klimaziele und welche Strategien werden erkennbar?
Zielsetzung
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Nachhaltigkeitskommunikation herauszuarbeiten und daraus Rückschlüsse auf Kommunikationsstrategien zu ziehen.
Methodik
Vergleichende Dokumentenanalyse der Nachhaltigkeitsberichte 2022 und 2023 beider Unternehmen. Kategorien: Zielsetzung, Kennzahlen, Tonalität, Greenwashing-Indikatoren.
Vorläufige Gliederung
1. Einleitung / 2. Theorie: CSR and Nachhaltigkeitskommunikation / 3. Fallstudie Siemens / 4. Fallstudie BASF / 5. Vergleich und Diskussion / 6. Fazit
Zeitplan
Woche 1: Theorieteil / Woche 2–3: Fallstudien / Woche 4: Vergleich und Fazit / Woche 5: Überarbeitung und Puffer
Erste Literatur
Fifka, M. (2013): Corporate Responsibility Reporting. Herzig/Schaltegger (2011): Corporate Sustainability Reporting. Siemens AG (2022/2023): Nachhaltigkeitsberichte. BASF SE (2022/2023): Nachhaltigkeitsberichte.
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du dein Exposé Schritt für Schritt aufbauen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte.
Arbeitstitel [Vorläufiger Titel deiner Hausarbeit]
Problemstellung und Forschungsfrage [Thema] ist ein Aspekt, der in [Fachgebiet/Forschung/Gesellschaft] diskutiert wird. [Konkretes Problem oder offene Frage beschreiben]. Die Arbeit untersucht: [Forschungsfrage als Frage formulieren]?
Zielsetzung Ziel der Arbeit ist es, [konkretes Ziel, z. B. aufarbeiten, analysieren, vergleichen]. Dabei soll [erwarteter Beitrag oder Erkenntnisinteresse].
Methodik Die Arbeit stützt sich auf [Methode/Quellenbasis, z. B. Literaturanalyse, qualitative Interviews]. Die Recherche erfolgt in [Datenbanken, Quellen]. [Optional: Auswahlkriterien oder Zeitraum].
Vorläufige Gliederung 1. Einleitung / 2. [Theoretischer Rahmen/Grundlagen] / 3. [Analyse/Hauptteil] / 4. [ggf. weitere Kapitel] / 5. Fazit
Zeitplan Woche 1: [Arbeitsschritt] / Woche 2: [Arbeitsschritt] / Woche 3: [Arbeitsschritt] / Woche 4: [Überarbeitung, Puffer]
Erste Literatur [Autor (Jahr): Titel. / Autor (Jahr): Titel. / mindestens 3–5 Einträge]
Typische Fehler vermeiden
Thema nicht eingegrenzt: Ein Exposé mit dem Thema „Digitalisierung und Gesellschaft" ist kein Plan, sondern ein Themenfeld. Eingrenzungstrick: Wähle eine konkrete Zielgruppe, einen Zeitraum oder einen geografischen Fokus. Mehr zur Themeneingrenzung findest du im entsprechenden Artikel.
Forschungsfrage fehlt oder ist zu simpel: Formuliere eine Frage, die sich nicht mit Ja/Nein beantworten lässt und die du im vorgegebenen Umfang bearbeiten kannst. Schnelltest: Kannst du in einem Satz erklären, wie du die Frage beantwortest? Wenn nicht, ist sie vermutlich zu breit.
Methodik unklar: Auch bei Literaturarbeiten erwartet deine Betreuung konkrete Angaben. Mindestangaben: Datenbanken, Zeitraum, Ein-/Ausschlusskriterien. Bei Empirie zusätzlich: Stichprobe, Erhebungsmethode, Auswertungsverfahren.
Zeitplan ohne Puffer: Plane rückwärts von der Deadline. Richtwert: 15–20 % der Gesamtzeit als Reserve (je nach Umfang und Erfahrung variabel). Setze außerdem einen festen Termin für Feedback durch die Betreuung – das zwingt dich zu einem frühen Zwischenstand.
Literatur fehlt: Ein Exposé ohne erste Quellen wirkt unvorbereitet. Schnelleinstieg: Suche in Google Scholar nach deinem Thema + „review", „Forschungsüberblick" oder „Handbuch" – so findest du Überblicksarbeiten, die weitere Quellen liefern.
Checkliste: Ist mein Exposé vollständig?
Nutze diese Checkliste, bevor du das Exposé an deine Betreuung schickst.
-
Arbeitstitel ist konkret (nicht nur Themenfeld)
-
Forschungsfrage ist explizit als Frage formuliert
-
Zielsetzung beschreibt, was die Arbeit erreichen soll
-
Methodik ist nachvollziehbar (Quellen, Vorgehen)
-
Gliederung zeigt inhaltlichen Aufbau (nicht nur Standardüberschriften)
-
Zeitplan ist realistisch und enthält Puffer
-
Mindestens 3–5 relevante Quellen genannt
Nächster Schritt
Wenn dein Exposé steht und deine Betreuung grünes Licht gegeben hat, beginnt die eigentliche Schreibphase. Nutze dein Exposé als Leitfaden: Die vorläufige Gliederung gibt dir Orientierung, der Zeitplan hält dich auf Kurs.
Beginne mit der Literaturrecherche und dem Theorieteil. Die Einleitung schreibst du am besten zuletzt, wenn du weißt, was tatsächlich in der Arbeit steht. Teile aus dem Exposé kannst du dann anpassen und übernehmen.
Falls du deine Hausarbeit gedruckt abgeben musst: Gängige Optionen sind Softcover oder Spiralbindung.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang sollte das Exposé einer Hausarbeit sein?
Richtwert: 1 bis 2 Seiten; je nach Lehrstuhl und Arbeitstyp auch bis zu 3 Seiten. Maßgeblich sind die Vorgaben deiner Betreuung. Wichtiger als die exakte Länge: Alle sechs Bausteine sollten enthalten sein und das Vorhaben muss nachvollziehbar sein.
Ist ein Exposé für jede Hausarbeit Pflicht?
Nicht immer. Manche Lehrstühle verlangen ein Exposé als Voraussetzung für die Themenvergabe, andere nicht. Auch wenn es nicht verlangt wird, kann ein Exposé dir helfen, deine Gedanken zu strukturieren. Frag im Zweifel deine Betreuung.
Was ist der Unterschied zwischen Exposé und Gliederung?
Die Gliederung zeigt nur die Kapitelstruktur. Das Exposé enthält zusätzlich Problemstellung, Forschungsfrage, Methodik, Zeitplan und erste Literatur. Es ist ein Planungsdokument, das dein gesamtes Vorhaben skizziert.
Kann ich das Exposé später noch ändern?
Ja, das Exposé ist ein vorläufiger Plan. Während des Schreibens kann sich der Fokus verschieben. Wichtig: Bei größeren Änderungen (z. B. neue Forschungsfrage) solltest du deine Betreuung informieren. Kleinere Anpassungen an der Gliederung sind normal.
Muss ich im Exposé schon Ergebnisse nennen?
Nein. Das Exposé beschreibt, was du untersuchen willst und wie du vorgehen wirst. Ergebnisse hast du zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Du kannst aber eine Erwartung oder These formulieren, die du überprüfen möchtest.
Wie detailliert muss die Literatur im Exposé sein?
Nenne 3 bis 5 zentrale Quellen, die für dein Thema relevant sind. Vollständige Zitate im Stil deines Zitiersystems sind ideal, aber Kurzangaben (Autor, Jahr, Titel) reichen oft aus. Wichtig: Die Quellen sollten zeigen, dass du dich bereits orientiert hast.
Wie formuliere ich Hypothesen oder Thesen im Exposé?
Hypothesen passen zu empirischen Arbeiten (quantitativ/qualitativ), weil sie mit Daten überprüft werden können: „Es wird erwartet, dass X zu Y führt." Bei reinen Literaturarbeiten ist meist eine Leitfrage sinnvoller, da du keine eigenen Daten erhebst, sondern Forschungsstand auswertest. Formuliere Hypothesen so, dass sie bestätigt oder widerlegt werden können.
Darf ich im Exposé schon zitieren?
In der Regel ja. Kurze Zitate oder Verweise zeigen, dass du dich eingelesen hast. Manche Lehrstühle bevorzugen allerdings reine Paraphrasen oder Kurzverweise. Frag im Zweifel nach. Halte Zitate jedenfalls knapp; ausführliche Belege gehören in die Hausarbeit selbst.
Seitenzahlen richtig einfügen
Wissenschaftliche Sprache und Formulierungen
APA zitieren in der Hausarbeit