Inhaltsverzeichnis
Die Einleitung deiner Bachelorarbeit erklärt Thema, Forschungsfrage, Methodik und Aufbau in wenigen Seiten. Hier bekommst du eine klare Struktur, ein ausführliches Beispiel und eine Vorlage zum Kopieren, damit du direkt schreiben kannst.
Die Einleitung der Bachelorarbeit umfasst typischerweise 5–10 % des Textteils (bei 40 Seiten ca. 2–4 Seiten) und enthält sechs Bausteine: 1. Hinführung (Relevanz), 2. Problemstellung (Forschungslücke), 3. Forschungsfrage/Zielsetzung, 4. Methodik, 5. Abgrenzung, 6. Aufbau. Die Vorgaben deiner Hochschule haben Vorrang.
Was gehört in die Einleitung?
Die Einleitung hat eine klare Funktion: Nach dem Lesen weiß deine Betreuung, worum es geht, welche Frage du beantworten willst, wie du dabei vorgehst und welche Grenzen deine Arbeit hat. Das klingt nach viel, passt aber in wenige Seiten. In deiner Bachelorarbeit folgt die Einleitung typischerweise nach dem Inhaltsverzeichnis (und ggf. nach Abstract oder Vorwort, falls vorhanden).
Betrachte die Einleitung als Kompass: Du zeigst, wohin die Reise geht, aber du erzählst noch nicht, was am Ziel passiert. Ergebnisse und tiefgehende Analysen gehören in den Hauptteil. Die Einleitung macht neugierig, orientiert und gibt Struktur. Anders als bei kürzeren Arbeiten wie einer Facharbeit enthält die Einleitung einer Bachelorarbeit zusätzlich eine Problemstellung und eine bewusste Abgrenzung des Themas.
Einleitung vs. Abstract, Exposé und Vorwort
Die Einleitung wird häufig mit anderen Textteilen verwechselt. Diese Abgrenzung hilft dir, jeden Teil richtig einzuordnen und typische Fehler zu vermeiden.
- Einleitung vs. Abstract: Das Abstract ist eine Kurzzusammenfassung der gesamten Arbeit inklusive Ergebnisse und steht meist vor der Einleitung. Es wird erst geschrieben, wenn die Arbeit fertig ist. Die Einleitung hingegen führt ins Thema ein, ohne Ergebnisse vorwegzunehmen. Faustregel: Das Abstract fasst zusammen, die Einleitung führt hin.
- Einleitung vs. Exposé: Das Exposé ist ein Planungsdokument, das du vor Beginn der Arbeit einreichst. Es enthält vorläufige Forschungsfrage, geplante Methodik und Zeitplan. Die Einleitung ist Teil der fertigen Arbeit und beschreibt das tatsächliche Vorgehen. Teile des Exposés kannst du für die Einleitung überarbeiten, aber nicht einfach kopieren.
- Einleitung vs. Vorwort: Das Vorwort ist optional und persönlich. Hier kannst du Danksagungen unterbringen oder erklären, wie du zum Thema gekommen bist. Die Einleitung ist wissenschaftlich und sachlich. Sie gehört zum Textteil und wird bewertet. Das Vorwort steht typischerweise vor der Einleitung und zählt meist nicht zur Seitenvorgabe.
Aufbau in sechs Bausteinen
Der Aufbau der Einleitung folgt einer bewährten Struktur, die Lesende logisch in dein Thema einführt. Zu jedem Baustein findest du Formulierungsvarianten für theoretische und empirische Arbeiten sowie die häufigste Stolperstelle.
Du erklärst, warum das Thema relevant, aktuell oder interessant ist.
Neutral: „Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein zentrales Thema der aktuellen politischen Debatte."
Lebendiger: „Während Patienten in Skandinavien ihre Befunde per App abrufen, warten deutsche Praxen noch auf die Einführung der elektronischen Patientenakte."
Stolperstelle: Zu allgemein starten. Vermeide Sätze wie „Schon immer hat sich die Menschheit damit beschäftigt" oder „In der heutigen Zeit ist X wichtiger denn je".
Du zeigst die Forschungslücke oder das praktische Problem, das deine Arbeit adressiert. Die Formulierung unterscheidet sich je nach Arbeitstyp.
Empirische Arbeit: „Obwohl zahlreiche Studien die Akzeptanz von E-Health-Anwendungen bei jüngeren Nutzern untersucht haben, fehlen empirische Erkenntnisse zur Nutzung durch ältere Patienten."
Theoretische Arbeit: „Die bestehenden Erklärungsmodelle zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden bislang nicht systematisch auf kleine und mittlere Unternehmen übertragen. Ein konzeptioneller Rahmen für diese Anwendung fehlt."
Stolperstelle: Die Problemstellung fehlt ganz. Ohne erkennbare Lücke oder Herausforderung wirkt die Arbeit beliebig.
Die Forschungsfrage ist das Herzstück deiner Arbeit. Die Zielsetzung beschreibt, was du damit erreichen willst.
Empirische Arbeit: „Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Faktoren beeinflussen die Akzeptanz von E-Health-Anwendungen bei Patienten über 65 Jahren?"
Theoretische Arbeit: „Diese Arbeit fragt: Wie lässt sich das Technology Acceptance Model konzeptionell erweitern, um die Nutzung von KI-Tools im Recruiting zu erklären?"
Zielsetzung: „Ziel ist es, Handlungsempfehlungen abzuleiten" (empirisch) oder „ein erweitertes Modell zu entwickeln" (theoretisch).
Stolperstelle: Keine erkennbare Frage formulieren. Wenn Lesende nach dem Absatz nicht wissen, was du herausfinden willst, fehlt der rote Faden.
Du skizzierst kurz, wie du die Forschungsfrage beantworten wirst. Die Methodik hängt vom Arbeitstyp ab.
Qualitativ-empirisch: „Zur Beantwortung werden leitfadengestützte Interviews mit zwölf Patienten durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse (z. B. nach Mayring oder Kuckartz) ausgewertet."
Quantitativ-empirisch: „Es wird eine Online-Befragung mit 200 Teilnehmenden durchgeführt. Die Hypothesen werden mittels Regressionsanalyse geprüft."
Theoretisch/Literaturarbeit: „Die Analyse stützt sich auf eine systematische Literaturauswertung. Es werden Publikationen aus einschlägigen Fachdatenbanken ausgewertet." Bei systematischen Reviews kann die Orientierung an Richtlinien wie PRISMA sinnvoll sein; das konkrete Vorgehen variiert je nach Fachbereich.
Stolperstelle: Zu detailliert werden. Die ausführliche Methodenbeschreibung gehört in ein eigenes Kapitel. Hier reicht ein Überblick.
Du benennst, was du bewusst nicht behandelst und begründest warum.
Thematisch: „Eine Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen und bleibt daher ausgespart."
Methodisch: „Die Untersuchung beschränkt sich auf den deutschen Markt. Ein internationaler Vergleich wäre für Folgestudien interessant."
Stolperstelle: Keine Abgrenzung vornehmen. Ohne klare Grenzen wirkt die Arbeit überladen oder der Fokus unklar.
Du nennst die Kapitel und erklärst in einem Satz, was dort passiert.
Ausführlich: „Kapitel 2 erläutert die theoretischen Grundlagen. Kapitel 3 beschreibt die Methodik. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse dargestellt. Kapitel 5 diskutiert die Befunde. Kapitel 6 fasst die Erkenntnisse zusammen."
Kompakt: „Nach der theoretischen Fundierung folgt die empirische Untersuchung, bevor die Ergebnisse diskutiert und im Fazit zusammengeführt werden."
Stolperstelle: Aufbau stimmt nicht mit der tatsächlichen Gliederung überein. Prüfe das am Ende noch einmal.
Einleitung Bachelorarbeit Beispiel
Hier siehst du ein konkretes Beispiel für eine Einleitung aus dem Bereich Wirtschaftspsychologie. Achte darauf, wie die Bausteine ineinandergreifen. Bei deiner Arbeit passt du die Inhalte an dein Thema und deinen Fachbereich an.
[Hinführung] Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Remote Work haben sich in vielen Branchen etabliert. Gleichzeitig berichten Studien von steigenden Burnout-Raten und einer zunehmenden Entgrenzung zwischen Beruf und Privatleben.
[Problemstellung] Während die Auswirkungen flexibler Arbeitsmodelle auf die Produktivität gut erforscht sind, fehlen differenzierte Erkenntnisse zur Wirkung auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Insbesondere die Rolle individueller Bewältigungsstrategien ist bislang wenig untersucht.
[Forschungsfrage] Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Welchen Einfluss haben individuelle Coping-Strategien auf das Stresserleben von Beschäftigten im Homeoffice? Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für betriebliches Gesundheitsmanagement abzuleiten.
[Methodik] Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird eine Online-Befragung mit 120 Beschäftigten aus dem Dienstleistungssektor durchgeführt. Die erhobenen Daten werden mittels Regressionsanalyse ausgewertet.
[Abgrenzung] Die Untersuchung konzentriert sich auf Vollzeitbeschäftigte in Deutschland. Eine Betrachtung von Teilzeitmodellen oder internationalen Kontexten würde den Rahmen dieser Arbeit überschreiten.
[Aufbau] Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Kapitel 2 erläutert die theoretischen Grundlagen zu Stress und Coping. Kapitel 3 beschreibt das methodische Vorgehen. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse präsentiert. Kapitel 5 diskutiert die Befunde vor dem Hintergrund der Forschungsfrage. Kapitel 6 fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick.
Das Beispiel hat etwa 280 Wörter und passt auf eine knappe Seite. Bei einer umfangreicheren Arbeit kannst du jeden Teil ausführlicher gestalten, etwa die theoretische Verortung vertiefen oder das Vorgehen differenzierter darstellen. Achte aber darauf, nicht zu viel vorwegzunehmen.
Die Forschungsfrage richtig formulieren
Die Forschungsfrage gibt dir beim Schreiben Orientierung und zeigt deiner Betreuung, was du herausfinden willst. Eine gute Forschungsfrage ist weder zu breit noch zu eng, sie lässt sich mit deinen Mitteln beantworten und erfordert mehr als ein Ja oder Nein.
Zu breit: „Wie funktioniert künstliche Intelligenz?" Diese Frage ist so groß, dass du sie in einer Bachelorarbeit nicht seriös beantworten kannst. Du würdest nur an der Oberfläche kratzen.
Zu eng: „Welche Programmiersprache nutzt Unternehmen X?" Diese Frage lässt sich in einem Satz beantworten. Für eine Bachelorarbeit fehlt die analytische Tiefe.
Passende Beispiele nach Fachbereich:
- Informatik: „Wie wirkt sich der Einsatz von Microservices auf die Skalierbarkeit von E-Commerce-Plattformen aus?"
- Ingenieurwesen: „Welche Faktoren beeinflussen die Energieeffizienz von Wärmepumpen in Altbauten?"
- Sozialwissenschaften: „Wie beeinflusst die Nutzung sozialer Medien das politische Engagement von Erstwählern?"
- BWL/Marketing: „Welche Faktoren beeinflussen die Wirksamkeit von Influencer-Marketing bei der Zielgruppe 18 bis 24 Jahre?"
Der Test: Kannst du die Frage mit deinen verfügbaren Quellen, Daten oder Methoden beantworten? Braucht die Antwort mehr als einen Satz? Lässt sie sich nicht mit Ja oder Nein beantworten? Wenn dreimal Ja, ist deine Forschungsfrage wahrscheinlich gut.
Formuliere deine Forschungsfrage früh und stimme sie mit deiner Betreuung ab. So hast du beim Schreiben einen roten Faden und vermeidest Überraschungen bei der Bewertung. Du kannst die Formulierung später noch anpassen, wenn sich der Fokus im Laufe der Arbeit leicht verschiebt.
Vorlage zum Kopieren
Mit dieser Vorlage kannst du deine Einleitung Schritt für Schritt aufbauen. Ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch deine eigenen Inhalte. Die Struktur funktioniert für alle Fachbereiche, passe die Formulierungen an deinen Stil und dein Thema an.
Baustein 1 – Hinführung:
[Thema] gewinnt zunehmend an Bedeutung. [Aktuelle Entwicklung oder Kontext]. Dies zeigt sich insbesondere
[konkretes Beispiel oder Statistik].
Baustein 2 – Problemstellung:
Obwohl [bisheriger Forschungsstand], fehlen Erkenntnisse zu [Forschungslücke]. Für [Zielgruppe/Praxis] stellt
sich daher die Frage, [praktisches Problem].
Baustein 3 – Forschungsfrage:
Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: [Forschungsfrage als direkter Fragesatz]? Ziel ist es,
[Zielsetzung der Arbeit].
Baustein 4 – Methodik:
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird [Methode] eingesetzt. [Kurze Erläuterung des Vorgehens].
Baustein 5 – Abgrenzung:
Die Untersuchung konzentriert sich auf [Fokus]. [Aspekt] würde den Rahmen dieser Arbeit überschreiten und
bleibt daher ausgespart.
Baustein 6 – Aufbau:
Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Kapitel 2 [Inhalt]. Kapitel 3 [Inhalt]. Kapitel 4 [Inhalt]. Kapitel 5
[Inhalt]. Kapitel 6 fasst die Erkenntnisse zusammen.
Wichtig beim Kopieren: Ersetze „[Forschungsfrage als direkter Fragesatz]" nicht einfach durch dein Thema, sondern durch eine echte Frage. Aus „Die Forschungsfrage lautet Marketing" wird „Die Forschungsfrage lautet: Welche Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidung bei nachhaltigen Produkten?" Der Fragesatz enthält immer ein Fragewort (welche, wie, ob, inwiefern).
Die Vorlage ist ein Gerüst, kein Korsett. Wenn sich ein Baustein bei deinem Thema natürlicher in anderer Reihenfolge einfügt, kannst du die Abfolge leicht anpassen. Nutze den Schnellcheck am Ende des Artikels, um sicherzugehen, dass alle Elemente enthalten sind.
Was nicht in die Einleitung gehört
Die Einleitung ist ein Ort der Orientierung, nicht der Vollständigkeit. Einige Inhalte gehören bewusst nicht hierher, weil sie den Einstieg überfrachten oder an anderer Stelle besser aufgehoben sind.
- Ergebnisse gehören nicht in die Einleitung. Du machst neugierig, verrätst aber noch nicht die Antwort. Wenn du in der Einleitung schon schreibst, was du herausgefunden hast, nimmt das dem Fazit die Spannung und verwischt die Struktur.
- Ausführliche Definitionen sind ebenfalls fehl am Platz. Wenn du zentrale Begriffe klären musst, mach das im Theorieteil. In der Einleitung reicht es, Schlüsselbegriffe zu nennen und anzudeuten, dass du sie später definierst. Ausnahme: Wenn ein Begriff für das Verständnis der Forschungsfrage zwingend notwendig ist, kannst du ihn in einem Satz einordnen.
- Persönliche Meinungen wie „Ich finde das Thema sehr spannend" wirken in einer wissenschaftlichen Arbeit unprofessionell. Zeige Interesse durch die Qualität deiner Arbeit, nicht durch Bekenntnisse. Wenn du erklären willst, warum du das Thema gewählt hast, formuliere es sachlich: „Das Thema ist relevant, weil..." statt „Mich hat schon immer fasziniert...".
- Entschuldigungen oder Einschränkungen wie „Leider konnte ich nur wenige Quellen finden" schwächen deinen Text. Wenn du Limitationen benennen willst, mach das in der Diskussion knapp und sachlich. Die Einleitung soll Kompetenz ausstrahlen.
Schnellcheck: Ist meine Einleitung fertig?
Bevor du deine Einleitung als fertig betrachtest, prüfe mit diesem Schnellcheck, ob alle Bausteine vorhanden sind und die Qualität stimmt. Zum Umfang siehe „Auf einen Blick".
Bausteine vorhanden?
Hinführung zeigt Relevanz des Themas
Problemstellung benennt Forschungslücke
Forschungsfrage ist als Fragesatz formuliert
Methodik skizziert das Vorgehen
Abgrenzung nennt, was nicht behandelt wird
Aufbau beschreibt die Kapitelstruktur
Qualitätsfragen:
Ist die Forschungsfrage als echter Fragesatz mit Fragewort (wie, welche, inwiefern) formuliert?
Benennt die Abgrenzung konkret, was nicht behandelt wird, mit Begründung?
Stimmt der beschriebene Aufbau mit dem Inhaltsverzeichnis überein?
Enthält die Einleitung noch keine Ergebnisse (keine Formulierungen wie „Die Analyse zeigt...")?
Häufige Fehler: Die Einleitung nach dem ersten Entwurf nie überarbeiten, obwohl sich der Fokus verschoben hat. Ergebnisse vorwegnehmen mit Formulierungen wie „Die Analyse zeigt, dass...". Problemstellung vergessen und direkt zur Forschungsfrage springen. Gleiche am Ende noch einmal ab, ob die Einleitung zum fertigen Text passt.
Nächster Schritt: Von der Einleitung zum Hauptteil
Wenn der Schnellcheck bestanden ist, geht es an den Hauptteil. Die nächsten Schritte hängen von deinem Arbeitstyp ab:
- Bei empirischen Arbeiten: Schreibe zuerst das Theoriekapitel, um den Stand der Forschung und deinen konzeptionellen Rahmen zu klären. Dann folgt das Methodenkapitel mit Forschungsdesign, Stichprobe und Auswertungsverfahren. Den Ergebnisteil schreibst du erst, wenn die Datenanalyse abgeschlossen ist.
- Bei theoretischen Arbeiten: Strukturiere den Hauptteil entlang deiner Leitfrage. Jedes Kapitel behandelt einen Aspekt und führt zur Beantwortung hin. Achte auf eine klare Argumentationslinie und verknüpfe die Abschnitte miteinander.
Nutze deine Forschungsfrage als Kompass: Alles, was du schreibst, sollte auf die Beantwortung dieser Frage einzahlen. Am Ende steht das Fazit, in dem du die Forschungsfrage beantwortest. Die Einleitung und das Fazit bilden einen Rahmen: Was du in der Einleitung ankündigst, löst du im Fazit ein.
Wenn deine Arbeit fertig ist, prüfe vor der Abgabe noch einmal Abkürzungsverzeichnis und Anhang. Die fertige PDF kannst du dann drucken und binden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang sollte die Einleitung einer Bachelorarbeit sein?
Richtwert: 5–10 % des Textteils. Bei 40 Seiten sind das ca. 2–4 Seiten. Wichtiger als die exakte Länge ist, dass alle Bausteine enthalten sind. Die Vorgaben deiner Hochschule haben Vorrang.
Wann schreibe ich die Einleitung meiner Bachelorarbeit?
Die meisten Studierenden schreiben eine vorläufige Einleitung zu Beginn und überarbeiten sie am Ende noch einmal. So stellst du sicher, dass sie zum tatsächlichen Inhalt passt. Die Forschungsfrage solltest du allerdings früh festlegen, damit du beim Schreiben einen roten Faden hast.
Muss ich in der Einleitung schon zitieren?
In der Hinführung und Problemstellung kannst du zentrale Quellen nennen, um die Relevanz zu belegen oder die Forschungslücke zu zeigen. Ausführliche Quellenarbeit gehört aber in den Theorieteil. Wie viele Quellen angemessen sind, variiert je nach Fachbereich und Betreuung.
Wie starte ich die Hinführung ohne Floskeln?
Beginne mit einem konkreten Fakt, einer aktuellen Entwicklung oder einem anschaulichen Beispiel. Statt „In der heutigen Zeit gewinnt X an Bedeutung" lieber: „Seit 2020 hat sich die Nutzung von X verdoppelt" oder „Während in Land A bereits X gilt, fehlt in Deutschland noch Y."
Darf ich in der Einleitung „ich" schreiben?
Das hängt von den Vorgaben deiner Hochschule und Betreuung ab. Manche Fachbereiche akzeptieren die Ich-Form, andere bevorzugen unpersönliche Formulierungen wie „Diese Arbeit untersucht..." oder „Im Folgenden wird analysiert...". Frag im Zweifel deine Betreuung.
Was ist der Unterschied zwischen Einleitung und Abstract?
Das Abstract fasst die gesamte Arbeit inklusive Ergebnisse zusammen und steht meist vor der Einleitung. Die Einleitung führt ins Thema ein, ohne Ergebnisse zu verraten. Faustregel: Abstract fasst zusammen, Einleitung führt hin.
Zielsetzung der Bachelorarbeit
Die richtige Methodik wählen
Theorieteil der Bachelorarbeit