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Wissenschaftliche Kommunikation bedeutet, Gedanken so auszudrücken, dass Fachleute sie verstehen, nachprüfen und einordnen können. Gute Texte verbinden klare Sprache mit einer logischen Argumentation: Jede Behauptung wird belegt, Begriffe werden konsistent verwendet und jeder Absatz führt zum Gesamtargument hin.
Welche Behauptung stelle ich auf, und wo ist der Beleg?
Würde jemand mit Grundwissen im Fach, aber ohne Spezialkenntnis meines Themas, den Satz verstehen?
Wie führt dieser Absatz zur Beantwortung meiner Forschungsfrage?
Für eine umfassende Prüfung nutze den ausführlichen Schnellcheck weiter unten.
Was ist wissenschaftliche Kommunikation?
Wissenschaftliche Kommunikation ist die Fähigkeit, Forschungsergebnisse, Argumente und Zusammenhänge so darzustellen, dass Fachleute sie verstehen, nachprüfen und weiterentwickeln können. In deiner Bachelorarbeit zeigst du damit, dass du nicht nur recherchiert hast, sondern das Wissen auch strukturiert vermitteln kannst.
Gute wissenschaftliche Texte zeichnen sich durch Klarheit aus, nicht durch Komplexität. Das bedeutet konkret: Verständliche Sätze, nachvollziehbare Gedankengänge und belegte Aussagen. Komplizierte Formulierungen sind kein Qualitätsmerkmal, sondern oft ein Hinweis auf unklares Denken.
Klarheit: Deine Aussagen sind verständlich formuliert. Lesende wissen nach jedem Absatz, was du sagen willst. Vermeide verschachtelte Sätze und erkläre Fachbegriffe, die nicht zum Grundwissen deines Fachs gehören.
Präzision: Du verwendest Begriffe exakt und konsistent. Wenn du einen Fachbegriff einführst, nutze ihn durchgehend in derselben Bedeutung. Vage Formulierungen wie „irgendwie" oder „mehr oder weniger" haben keinen Platz.
Objektivität: Du trennst Fakten von Interpretationen und kennzeichnest Einschätzungen als solche. Emotionale Wertungen gehören nicht in eine wissenschaftliche Arbeit. Statt „Leider zeigt sich..." schreibst du „Die Daten zeigen...".
Abgrenzung: Kommunikation, Schreibstil, Argumentation
Die Begriffe wissenschaftliche Kommunikation, wissenschaftlicher Schreibstil und Argumentation werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Ebenen. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft dir, gezielt an Schwächen zu arbeiten.
Wissenschaftlicher Schreibstil betrifft die sprachliche Ebene: Wortwahl, Satzbau, Tonalität. Typischer Fehler: Umgangssprache, emotionale Wertungen, Füllwörter. Umsetzung: Sachlich formulieren, Fachbegriffe präzise nutzen, Sätze klar strukturieren.
Diagnose-Frage: Klingt mein Text sachlich und präzise, oder finde ich Umgangssprache und Füllwörter?
Argumentation betrifft die logische Ebene: Aufbau von Beweisketten, Verknüpfung von These und Beleg. Typischer Fehler: Unbelegte Behauptungen, Sprünge in der Logik, fehlende Einordnung. Umsetzung: Dreischritt nutzen (These, Beleg, Einordnung).
Diagnose-Frage: Kann ich für jede Behauptung eine Quelle nennen, und erkläre ich, was sie bedeutet?
Wissenschaftliche Kommunikation ist der Oberbegriff: Sie umfasst Schreibstil und Argumentation plus die Fähigkeit, Inhalte so aufzubereiten, dass sie nachvollziehbar und überprüfbar sind. Umsetzung: Roter Faden, vollständige Quellen, transparente Methodik.
Diagnose-Frage: Könnte jemand meinen Gedankengang nachvollziehen und meine Quellen überprüfen?
In der Praxis greifen alle drei Ebenen ineinander. Ein perfekter Schreibstil nützt wenig, wenn die Argumentation Lücken hat. Eine schlüssige Argumentation verliert an Wirkung, wenn der Stil schwer lesbar ist. Für die Überarbeitung hilft es, die Ebenen getrennt zu prüfen: Erst Argumentation (Ist die Logik schlüssig?), dann Stil (Ist die Sprache klar?), dann Gesamtkommunikation (Ist alles nachvollziehbar?).
Entscheidungsregeln: Ich-Form, Aktiv/Passiv, Nominalstil
Drei Stilfragen tauchen in fast jeder Bachelorarbeit auf: Darf ich „ich" schreiben? Wann nutze ich Aktiv, wann Passiv? Wie vermeide ich Nominalstil? Die Antworten hängen von Fachbereich, Hochschule und Betreuung ab. Die folgenden Regeln geben Orientierung.
Akzeptabel: In Geisteswissenschaften oft üblich bei Begründung eigener Entscheidungen („Ich beschränke die Analyse auf...") oder methodischen Schritten.
Vermeiden: Bei reinen Meinungsäußerungen („Ich finde"), in Naturwissenschaften generell oder bei explizitem Verbot der Hochschule.
Alternative: „Diese Arbeit untersucht...", „Im Folgenden wird analysiert...", „Die Analyse beschränkt sich auf...".
Aktiv bevorzugen: Für mehr Klarheit und Lesbarkeit. „Die Analyse zeigt..." ist direkter als „Es wurde gezeigt...".
Passiv sinnvoll: Wenn der Handelnde unwichtig ist. „Die Daten wurden mittels SPSS ausgewertet" (wer ist irrelevant).
Faustregel: Variiere bewusst, aber bevorzuge Aktiv. Zu viel Passiv wirkt distanziert und schwerfällig.
Problematisch: Übermäßige Substantivierungen („Die Durchführung der Untersuchung der Auswirkungen") machen Texte schwer lesbar.
Akzeptabel: Bei etablierten Fachbegriffen („Operationalisierung") oder wenn Substantive den Text sinnvoll straffen.
Lösung: Prüfe „-ung"-Wörter. „Die Durchführung der Analyse erfolgte" wird zu „Die Analyse wurde durchgeführt".
Argumentation aufbauen: Absatz-Bauplan mit Beispiel
Eine schlüssige Argumentation ist das Herzstück jeder wissenschaftlichen Arbeit. Du stellst nicht einfach Informationen nebeneinander, sondern entwickelst einen Gedankengang, der zur Beantwortung deiner Forschungsfrage führt. Der folgende Bauplan zeigt, wie ein argumentativer Absatz aufgebaut sein sollte.
These: Du stellst eine Behauptung auf. Was willst du in diesem Absatz zeigen?
Beleg: Du stützt die These mit einer Quelle, Daten oder einem Beispiel.
Einordnung: Du erklärst, was der Beleg für deine Argumentation bedeutet.
Überleitung: Du leitest zum nächsten Gedanken über (optional).
Vollständiges Beispiel eines argumentativen Absatzes:
Vorher (vage)
„Die Digitalisierung ist wichtig für Unternehmen. Viele Autoren sagen, dass sich dadurch einiges verändert. Führungskräfte müssen sich anpassen. Das ist natürlich eine Herausforderung."
Nachher (Strukturiert)
„[These] Die Digitalisierung verändert die Anforderungen an Führungskräfte grundlegend. [Beleg] Autor (Jahr) zeigt in einer Befragung von 500 Unternehmen, dass 78 % neue digitale Kompetenzen von ihren Führungskräften erwarten... [Einordnung] Dieser Befund bestätigt die Annahme, dass traditionelle Führungsmodelle nicht mehr ausreichen... [Überleitung] Welche konkreten Kompetenzen dabei im Vordergrund stehen, wird im folgenden Abschnitt dargestellt."
Hinweis: In deiner fertigen Arbeit lässt du die Markierungen [These], [Beleg] usw. weg. Sie dienen hier nur zur Veranschaulichung der Struktur.
Der Unterschied zeigt: Eine These ohne Beleg wirkt wie eine Meinung. Ein Beleg ohne Einordnung lässt Lesende ratlos zurück. Erst die Verbindung aller Elemente ergibt ein überzeugendes Argument. Prüfe jeden Absatz mit der Frage: Welchen Beitrag leistet dieser Absatz zur Beantwortung meiner Forschungsfrage? Mehr zum Aufbau findest du im Artikel zum Aufbau der Bachelorarbeit.
Quellen sprachlich sauber einbauen
Quellen sind das Fundament wissenschaftlicher Texte, aber sie müssen sprachlich integriert werden, nicht nur angehängt. Ein häufiger Fehler: Aussagen mit „(Autor, Jahr)" zu beenden, ohne die Quelle in den Satz einzubauen. Das wirkt abgehackt und lässt unklar, wie die Quelle den Gedanken stützt.
Narrativ (Autor im Satz): Wenn du die Quelle aktiv einbinden und ihre Aussage hervorheben willst. Beispiel: „Autor (Jahr) zeigt, dass..."
Klammer (Quelle am Satzende): Wenn der Inhalt im Vordergrund steht und die Quelle nur als Beleg dient. Beispiel: „X beeinflusst Y maßgeblich (Autor, Jahr)."
Hinweis: Je nach Zitierstil (APA, Harvard, deutsche Zitierweise) kann ein „vgl." erforderlich sein. Passe die Beispiele an deine Vorgaben an.
Faustregel: Wenn du eine Quelle mehrfach hintereinander zitierst, variiere zwischen den Varianten. Wenn du mehrere Quellen für einen Punkt anführst, ist die Klammer-Variante oft übersichtlicher.
Direktzitat vs. Paraphrase: Nutze Direktzitate sparsam, etwa wenn die exakte Formulierung wichtig ist (Definitionen, prägnante Aussagen). In allen anderen Fällen ist die Paraphrase vorzuziehen, weil sie zeigt, dass du den Inhalt verstanden hast. Muster Direktzitat: „Laut Autor (Jahr) ist X definiert als ‚wörtliches Zitat' (S. 15)." Muster Paraphrase: „Autor (Jahr) beschreibt X als ein Phänomen, das durch Y gekennzeichnet ist."
Sekundärzitate („zitiert nach"): Wenn du eine Quelle nur aus zweiter Hand kennst, kennzeichne das mit „zitiert nach" oder „zit. n.". Beispiel: „Originalautor (Jahr, zit. n. Autor, Jahr)". Sekundärzitate solltest du vermeiden, wenn die Originalquelle zugänglich ist. Die genaue Handhabung – auch ob beide Quellen ins Literaturverzeichnis gehören – variiert je nach Zitierstil und Hochschule. Kläre das mit deiner Betreuung.
Paraphrasieren: „Autor (Jahr) argumentiert, dass...", „In Anlehnung an Autor (Jahr) lässt sich festhalten...", „Die Studie belegt..."
Einschränken: „Für den untersuchten Kontext gilt...", „Im Rahmen dieser Analyse...", „Die Ergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern..."
Kontrastieren: „Im Gegensatz dazu argumentiert Autor...", „Während Autor A (Jahr) einen positiven Zusammenhang findet, zeigt Autor B (Jahr)..."
Vage Kollektive: „Wissenschaftler haben bewiesen..." (Wer? Welche Studie?). Besser: „Autor (Jahr) zeigt..."
Unbelegte Allgemeinplätze: „Es ist bekannt, dass..." (Von wem?). Besser: „In der Forschung ist etabliert, dass..."
Fehlende Präzision: „Viele Studien zeigen..." (Welche?). Besser: „Mehrere Studien belegen dies (Autor A, Jahr; Autor B, Jahr)."
Formulierungen für wissenschaftliche Klarheit
Präzise Formulierungen machen den Unterschied zwischen einer guten und einer sehr guten Bachelorarbeit. Die folgenden Beispiele zeigen, wie du vage Ausdrücke durch wissenschaftlich angemessene Formulierungen ersetzt. Alle Beispiele sind Muster zur Veranschaulichung, keine echten Quellenbelege.
„Das Thema ist sehr wichtig."
Präzise„Das Thema gewinnt an Relevanz, da die Nutzung seit 2020 um 40 % gestiegen ist (Autor, Jahr)."
„Das zeigt eindeutig, dass..."
Präzise„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass..." oder „Die Befunde legen nahe, dass..."
„Irgendwie hängt das zusammen."
Präzise„Es besteht ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen X und Y (Autor, Jahr)."
Für Überleitungen: Nutze Formulierungen wie „Darauf aufbauend...", „Im Folgenden wird...", „Nachdem X dargestellt wurde, widmet sich dieses Kapitel Y" oder „Im Kontext der Forschungsfrage bedeutet dies...". Solche Überleitungen helfen Lesenden, deiner Argumentation zu folgen.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Schachtelsätze: Sätze mit mehreren Nebensätzen sind schwer zu lesen. Wenn du beim lauten Lesen Luft holen musst, ist der Satz zu lang. Aus „Die Studie, die von Autor X durchgeführt wurde, welcher an der Universität Y forscht, zeigt, dass..." wird: „Autor X forscht an der Universität Y. Die Studie zeigt, dass..."
Unbelegte Behauptungen: Jede Aussage, die nicht Allgemeinwissen ist, braucht einen Beleg. Entweder du belegst die Aussage mit einer Quelle oder du formulierst sie explizit als Hypothese oder Annahme.
Inkonsistente Begriffe: Wenn du einen Begriff einführst, nutze ihn durchgehend. Wechsel nicht zwischen „Mitarbeiter", „Beschäftigte", „Angestellte" und „Personal", wenn du dasselbe meinst. Das verwirrt Lesende, die sich fragen, ob du verschiedene Gruppen unterscheidest.
Überflüssige Füllwörter: Wörter wie „eigentlich", „sozusagen", „gewissermaßen" oder „quasi" schwächen deine Aussagen. Streiche sie konsequent. Auch „natürlich", „selbstverständlich" oder „offensichtlich" sind meist verzichtbar.
Schnellcheck: Ist mein Text wissenschaftlich?
Mit diesem ausführlichen Schnellcheck prüfst du, ob dein Text wissenschaftlichen Standards entspricht. Die Richtwerte (z. B. Satzlänge) variieren je nach Fachbereich und Betreuung. Wichtiger als starre Regeln ist die Verständlichkeit.
Sprache und Stil:
Sätze sind überschaubar (Richtwert: ca. 15–25 Wörter)
Fachbegriffe sind erklärt oder allgemein bekannt
Keine emotionalen Wertungen (fantastisch, leider, etc.)
Begriffe werden konsistent verwendet
Argumentation:
Jede Behauptung ist belegt oder als Hypothese markiert
Quellen sind sprachlich integriert, nicht nur angehängt
Der rote Faden ist durch Überleitungen erkennbar
Schlussfolgerungen sind vorsichtig (nuanciert) formuliert
Praxis-Tipp: Lies deinen Text nach einigen Tagen Abstand noch einmal. Mit frischem Blick fallen dir Unklarheiten und Stolperstellen auf. Noch besser: Lass jemanden aus deinem Umfeld den Text lesen, der das Thema nicht kennt. Wenn diese Person den Gedankengang nachvollziehen kann, ist dein Text gut verständlich.
Nächste Schritte: Vom Entwurf zur fertigen Arbeit
Wissenschaftliche Kommunikation ist Handwerk, das sich mit jeder Überarbeitung verbessert. Wenn der Schnellcheck bestanden ist, empfiehlt sich folgende Reihenfolge für die finale Überarbeitung:
Argumentation prüfen: Ist die Logik schlüssig? Fehlen Belege? Gibt es Sprünge?
Stil überarbeiten: Schachtelsätze auflösen, Füllwörter streichen, Formulierungen präzisieren.
Konsistenz checken: Begriffe einheitlich? Literaturverzeichnis vollständig?
Gegenlesen lassen: Feedback von Kommilitonen oder Schreibberatung einholen.
Finale Kontrolle: Passt alles zusammen? Forschungsfrage beantwortet?
Die fertige Arbeit kannst du anschließend drucken und binden lassen. Plane dafür ausreichend Zeit vor der Abgabe ein.
Häufig gestellte Fragen
Wie zitiere ich im Fließtext, ohne dass es abgehackt wirkt?
Baue Quellen sprachlich ein, statt sie nur anzuhängen. Statt „X ist wichtig (Autor, Jahr)" schreibst du „Autor (Jahr) zeigt, dass X maßgeblich zur Effizienzsteigerung beiträgt." So wird die Quelle Teil des Satzes. Variiere zwischen „nach Autor (Jahr)", „in Anlehnung an", „Autor argumentiert" und „wie Autor zeigt".
Wie paraphrasiere ich korrekt, ohne in die Nähe von Plagiat zu kommen?
Lies die Quelle, lege sie beiseite, formuliere den Gedanken in eigenen Worten und prüfe dann, ob deine Version den Sinn korrekt wiedergibt. Ändere nicht nur einzelne Wörter, sondern die Satzstruktur. Gib immer die Quelle an, auch bei Paraphrasen. Muster: „Nach Autor (Jahr) beeinflusst Faktor X die Entscheidungsfindung maßgeblich."
Wie schreibe ich Definitionen wissenschaftlich?
Nenne zuerst die Quelle, dann die Definition, dann deine Einordnung. Beispiel: „Digitale Kompetenz wird von Autor (Jahr) definiert als die Fähigkeit, digitale Medien effektiv zu nutzen. Im Kontext dieser Arbeit bezieht sich der Begriff spezifisch auf berufliche Anwendungen." Passe das Muster an deine Begriffe und Quellen an.
Darf ich in der Bachelorarbeit „ich" schreiben?
Das variiert je nach Hochschule, Fachbereich und Betreuung. In den Geisteswissenschaften ist die Ich-Form oft akzeptiert, in Naturwissenschaften seltener. Kläre das frühzeitig mit deiner Betreuung. Sichere Alternative: „Diese Arbeit untersucht..." oder „Im Folgenden wird analysiert...". Vermeide in jedem Fall „Ich finde" oder „Meiner Meinung nach".
Wann nutze ich Aktiv, wann Passiv?
Aktiv ist meist klarer und direkter: „Die Analyse zeigt..." statt „Es wurde gezeigt...". Passiv ist sinnvoll, wenn der Handelnde unwichtig ist oder du unpersönlich bleiben willst: „Die Daten wurden mittels SPSS ausgewertet." Variiere bewusst, aber bevorzuge Aktiv für bessere Lesbarkeit.
Wie vermeide ich Nominalstil?
Ersetze Substantivierungen durch Verben. Statt „Die Durchführung der Analyse erfolgte" schreibst du „Die Analyse wurde durchgeführt" oder aktiver „Wir analysierten die Daten" (falls Ich-/Wir-Form erlaubt). Prüfe jeden Satz mit „-ung"-Wörtern: Lässt er sich einfacher formulieren?
Was ist der Unterschied zwischen Schreibstil, Argumentation und Kommunikation?
Schreibstil betrifft die sprachliche Ebene (Wortwahl, Satzbau, Ton). Argumentation ist die logische Struktur (These, Beleg, Schlussfolgerung). Wissenschaftliche Kommunikation umfasst beides plus die Fähigkeit, Inhalte so aufzubereiten, dass sie nachvollziehbar und überprüfbar sind. Alle drei Ebenen müssen zusammenspielen.
Wie verbessere ich die Lesbarkeit meiner Arbeit?
Gliedere deinen Text in überschaubare Absätze mit je einem Hauptgedanken. Nutze Überleitungen zwischen Abschnitten. Variiere Satzlängen, aber halte sie überwiegend kurz bis mittellang. Lies deinen Text laut vor: Stolperst du, stolpern auch Lesende. Eine Überarbeitung nach einigen Tagen Abstand hilft, Schwächen zu erkennen.
Wann nutze ich ein Direktzitat statt einer Paraphrase?
Nutze Direktzitate sparsam: nur wenn die exakte Formulierung wichtig ist (Definitionen, prägnante Aussagen, historische Quellen). In allen anderen Fällen ist die Paraphrase vorzuziehen, weil sie zeigt, dass du den Inhalt verstanden hast. Bei Sekundärzitaten („zitiert nach") kennzeichnest du, dass du die Originalquelle nicht selbst gelesen hast – vermeide das, wenn die Originalquelle zugänglich ist.
Bachelorarbeit schreiben: Anleitung
Forschungslücke finden und begründen
Zielsetzung der Bachelorarbeit