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Ein Peer Review vor der Abgabe hilft dir, blinde Flecken in deiner Masterarbeit zu erkennen. Andere Augen sehen Lücken in der Argumentation, unklare Formulierungen oder Inkonsistenzen, die dir nach Wochen am Text nicht mehr auffallen. Hier erfährst du, wen du fragst, wann der beste Zeitpunkt ist und wie du Feedback sinnvoll einarbeitest.
Kurz erklärt: Wenn du deine Masterarbeit gegenlesen lässt, bitten dich Kommilitonen, Fachfremde oder erfahrene Personen, Argumentation und Verständlichkeit zu prüfen. Das Ziel ist eine priorisierte Liste mit Verbesserungsvorschlägen, die du vor der Abgabe einarbeitest. Dabei entscheidest du selbst, welches Feedback du annimmst.
Was: Arbeit von Kommilitonen, Fachfremden oder Experten gegenlesen lassen
Wer: 2 bis 3 Personen mit unterschiedlichen Perspektiven
Wann: Richtwerte: T-21 Kapitelreview, T-14 Gesamtreview, T-7 finale Korrektur
Fokus: Argumentation, Verständlichkeit, roter Faden
Entscheidung: Du wägst ab, nicht jedes Feedback muss umgesetzt werden
Das ist der Gesamtprozess. Für Schritt 5 und 6 findest du weiter unten den detaillierten „Umsetzungs-Workflow", der dir beim Sortieren und Einarbeiten hilft.
Peer Review vs. Lektorat vs. Betreuung
Bevor du loslegst, hilft es zu verstehen, was Peer Review ist und was nicht. Die Begriffe werden oft vermischt, meinen aber unterschiedliche Dinge mit unterschiedlichen Zielen und Grenzen.
Peer Review
Ziel: Inhaltliche und strukturelle Qualität verbessern
Fokus: Argumentation, Verständlichkeit, roter Faden, Logik
Wer: Kommilitonen, Fachfremde, Alumni
Erlaubt: In der Regel unproblematisch, solange du die Eigenständigkeit wahrst. Reviewer geben Hinweise, schreiben aber nicht für dich.
Korrekturlesen / Lektorat
Ziel: Sprachliche Fehler beseitigen
Fokus: Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau, Zeichensetzung
Wer: Freunde, Familie oder professionelle Lektoren
Erlaubt: Meist ja, aber inhaltliches Umschreiben oder Ghostwriting ist tabu. Grenzen können je nach Hochschule strenger sein, also Prüfungsordnung checken.
Betreuung
Ziel: Wissenschaftliche Anleitung und Bewertungsvorbereitung
Fokus: Forschungsfrage, Methodik, Gliederung, fachliche Tiefe
Wer: Professorin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter
Hinweis: Oft kein detailliertes Line-by-line-Feedback; Erwartungen vorher klären
Wann welche Hilfe? Peer Review nutzt du für inhaltliches Feedback während des Schreibens. Korrekturlesen kommt ganz am Ende, wenn der Inhalt steht. Die Betreuung konsultierst du bei grundlegenden Fragen zur Ausrichtung deiner Arbeit, nicht für Textfeedback.
Warum Peer Review wichtig ist
Nach Wochen oder Monaten an deiner Masterarbeit kennst du jeden Absatz. Genau das ist das Problem: Du übersiehst Fehler, weil dein Gehirn ergänzt, was da stehen sollte. Außenstehende haben diesen Tunnelblick nicht. Sie stolpern über unklare Übergänge, fehlende Erklärungen oder Widersprüche in deiner Argumentation.
Ein Peer Review ist keine Schwäche, sondern Standard in der Wissenschaft. Fachartikel durchlaufen vor der Veröffentlichung mehrere Begutachtungsrunden. Für deine Masterarbeit gilt dasselbe Prinzip in kleinerem Rahmen: Externe Perspektiven verbessern die Qualität deiner Arbeit.
Dabei geht es nicht nur um Rechtschreibung. Wertvolles Feedback betrifft die Argumentation, die Verständlichkeit und die Konsistenz. Ist der rote Faden erkennbar? Sind die Übergänge zwischen Kapiteln logisch? Werden zentrale Begriffe durchgängig gleich verwendet? Diese Fragen kann dir nur jemand beantworten, der den Text zum ersten Mal liest.
Typische Fundstellen: Das entdecken Reviewer
Reviewer mit frischem Blick entdecken oft strukturelle Mängel, die dir selbst nicht mehr auffallen. Achte besonders auf:
- Begriff vor Definition verwendet: Ein zentraler Fachbegriff taucht auf Seite 5 auf, wird aber erst auf Seite 12 definiert.
- Fehlender Rückbezug: Das Ergebnis beantwortet die Forschungsfrage nicht explizit. Die Verbindung bleibt dem Leser überlassen.
- Kapiteleinleitung ohne Kontext: Ein Kapitel beginnt direkt mit Inhalt, ohne kurz zu erklären, warum es jetzt kommt und was es beiträgt.
- Widerspruch zwischen Kapiteln: In der Theorie wird X behauptet, in der Diskussion wird X anders dargestellt oder ignoriert.
- Sprung in der Argumentation: Zwischen zwei Absätzen fehlt ein Gedankenschritt, den nur du kennst.
- Unklare Methodenwahl: Warum diese Methode und nicht eine andere? Die Begründung fehlt oder ist zu dünn.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Der richtige Zeitpunkt hängt davon ab, welche Art von Feedback du brauchst. Grundsätzlich gibt es zwei sinnvolle Phasen: während des Schreibens für einzelne Kapitel und vor der Abgabe für die gesamte Arbeit.
Phase 1: Während des Schreibens
Lass einzelne Kapitel gegenlesen, sobald sie eine erste vollständige Fassung haben. So kannst du grundlegende Probleme früh korrigieren, bevor du auf einem wackeligen Fundament weiterbaust.
Besonders sinnvoll: Die Einleitung mit Forschungsfrage, das Methodik-Kapitel und die Diskussion. Diese Teile sind argumentativ dicht und profitieren von frühem Feedback.
Phase 2: Vor der Abgabe
Plane zwei bis drei Wochen vor dem Abgabetermin eine finale Feedbackrunde für die gesamte Arbeit ein, je nach Umfang und Reviewer-Verfügbarkeit. So bleibt genug Zeit, Änderungen umzusetzen, die Formatierung zu prüfen und einen letzten Korrekturlauf zu machen. Bei knapperer Zeit findest du unten eine 10-Tage-Alternative.
Achtung: Wenn du erst eine Woche vor Abgabe um Feedback bittest, bleibt kaum Zeit für sinnvolle Überarbeitungen. Im schlimmsten Fall verunsichert dich das Feedback, ohne dass du noch reagieren kannst.
Wen solltest du fragen?
Wenn du deine Masterarbeit gegenlesen lassen möchtest, entscheidet die Wahl der richtigen Reviewer über die Qualität des Feedbacks. Verschiedene Personen sehen verschiedene Dinge. Ideal ist eine Mischung aus fachlicher Expertise und fachfremder Perspektive.
Kommilitonen aus deinem Fach
Sie kennen die Fachbegriffe, die Methoden und die Erwartungen deines Studiengangs. Sie können einschätzen, ob deine Argumentation fachlich schlüssig ist und ob du relevante Literatur berücksichtigt hast.
Stärke: Inhaltliche und methodische Rückmeldung. Kenntnis der Fachkonventionen.
Fachfremde Personen
Freunde, Familie oder Bekannte aus anderen Fächern prüfen, ob dein Text verständlich ist. Wenn jemand ohne Vorwissen den roten Faden erkennt, hast du gut erklärt. Fachfremde stolpern oft über implizite Annahmen, die dir selbstverständlich erscheinen.
Stärke: Verständlichkeit, Lesbarkeit, logische Konsistenz.
Erfahrener Personen oder Alumni
Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeitende oder Alumni, die bereits eine Masterarbeit geschrieben haben, kennen typische Fallstricke. Sie können einschätzen, ob dein Umfang realistisch ist und ob die Gliederung den Erwartungen entspricht.
Stärke: Erfahrungswissen, Einschätzung formaler Anforderungen.
Forschungsfrage oder Argumentation wackelt? → Fach-Peer, der dein Thema kennt
Verständlichkeit unklar? → Fachfremde Person, die den roten Faden prüft
Roter Faden bricht in Übergängen? → Fachfremder Leser + gezielte Fragen (z. B. „Warum kommt dieses Kapitel jetzt?")
Methodik unsicher? → Alumni oder Doktorand mit Methodenerfahrung
Auswahlkriterien: Zeitliche Verfügbarkeit bis zur Deadline, Bereitschaft zu ehrlichem Feedback und thematische Nähe.
So bittest du um Feedback
Wenn du Feedback für deine Masterarbeit einholen möchtest, kommuniziere klar, was du brauchst. Eine diffuse Bitte wie „Kannst du mal drüberlesen?" führt zu vagen Rückmeldungen. Je konkreter deine Fragen, desto hilfreicher die Antworten.
Gib Kontext: Erkläre kurz, worum es in deiner Arbeit geht und welchen Stand sie hat. Handelt es sich um einen ersten Entwurf oder um eine fast finale Version? Soll der Reviewer auf Inhalt, Struktur oder Sprache achten? Diese Einordnung hilft, das Feedback zu fokussieren.
Stelle konkrete Fragen: Statt allgemein nach Feedback zu fragen, formuliere spezifische Punkte. Zum Beispiel: „Ist die Forschungsfrage verständlich formuliert?" oder „Folgt die Argumentation in Kapitel 4 einem roten Faden?" oder „Gibt es Stellen, an denen du nicht mehr folgen konntest?". Solche Fragen lenken den Blick und liefern verwertbare Antworten.
Setze einen realistischen Zeitrahmen: Gib deinen Reviewern genug Zeit. Für ein einzelnes Kapitel sind einige Tage angemessen, für die gesamte Arbeit mindestens eine Woche. Frag vorher, ob die Person Zeit hat, und nenne ein konkretes Datum, bis wann du das Feedback brauchst.
Thema: [Titel deiner Arbeit]
Ziel: [Was willst du mit der Arbeit zeigen/beantworten?]
Abgabedatum: [Datum]
Umfang: [X Seiten, Kapitel Y bis Z]
Gewünschter Fokus: [Argumentation / Struktur / Verständlichkeit / Methodik]
Konkrete Fragen:
1. Ist die Forschungsfrage klar formuliert?
2. Folgt die Argumentation einem roten Faden?
3. Gibt es Stellen, an denen du nicht folgen konntest?
4. Sind die Übergänge zwischen Kapiteln logisch?
5. Markiere 3 Stellen, die du am stärksten findest.
6. Was sollte ich auf jeden Fall beibehalten?
Format: [Kommentare im Dokument / separate Notizen]
Deadline: [Datum]
Was ich gerade NICHT brauche: [z. B. Rechtschreibung, Formatierung]
Das passende Format wählen
Wähle ein Format für das Dokument, das zu deinem Reviewer und deinem Workflow passt:
- Word mit Änderungen nachverfolgen: Ideal für detailliertes Textfeedback. Reviewer können direkt kommentieren.
- Google Docs mit Kommentarfunktion: Gut für kollaboratives Arbeiten. Du siehst Feedback in Echtzeit.
- PDF mit Kommentarfunktion: Für Reviewer, die nicht in deinem Dokument arbeiten sollen.
Tipp: Bitte deine Reviewer: „Kommentiere Verständnisprobleme als Frage, nicht als Aussage." Das macht es einfacher, die Kritik konstruktiv aufzunehmen.
Versionen und Änderungen nachverfolgen
Behalte den Überblick über Feedback und Änderungen mit diesen drei Regeln:
- Datei-Versionen benennen: Nutze eine klare Namenskonvention (z. B. Masterarbeit_v1_Entwurf.docx → Masterarbeit_v2_nach_Review.docx).
- Feedbackliste führen: Sammle alle Rückmeldungen in einer separaten Datei oder Tabelle, statt sie nur im Kopf zu behalten.
- Änderungen bündeln: Triff erst alle Entscheidungen zu den Feedback-Punkten und setze sie dann konzentriert um, statt live im Dokument herumzuspringen.
Enthält deine Arbeit Unternehmensdaten, Interviewtranskripte oder andere vertrauliche Informationen? Beachte vor dem Teilen:
NDA prüfen: Kläre mit dem Unternehmen, ob und wie du die Arbeit teilen darfst.
Nur Kapitel teilen: Gib Reviewern nur Abschnitte ohne sensible Daten (z. B. Theorie, Methodik).
Anonymisieren: Ersetze Unternehmens- und Personennamen durch Platzhalter (z. B. „Unternehmen A").
Zugriff begrenzen: Freigabelinks bei Cloud-Tools zeitlich begrenzen und nach dem Review entziehen.
Checkliste für Reviewer
Diese Checkliste kannst du deinen Reviewern mitgeben oder selbst nutzen, wenn du für andere gegenließt. Sie deckt die wichtigsten Prüfbereiche ab und gibt konkrete Fragen vor.
Forschungsfrage & Ziel
Ist die Forschungsfrage klar formuliert und abgegrenzt?
Wird das Ziel der Arbeit in der Einleitung deutlich?
Roter Faden & Übergänge
Bauen die Kapitel logisch aufeinander auf?
Sind die Übergänge zwischen Abschnitten nachvollziehbar?
Trägt jedes Kapitel zur Beantwortung der Forschungsfrage bei?
Begriffe & Konsistenz
Werden zentrale Begriffe definiert und durchgängig gleich verwendet?
Sind Definitionen dort platziert, wo sie gebraucht werden (nicht zu spät)?
Gibt es Widersprüche in der Argumentation?
Methodik & Belege
Ist das methodische Vorgehen nachvollziehbar beschrieben?
Werden Behauptungen ausreichend belegt?
Diskussion & Fazit
Werden die Ergebnisse kritisch eingeordnet?
Beantwortet das Fazit die Forschungsfrage?
Werden Limitationen benannt?
Feedback auswerten und einarbeiten
Nicht jedes Feedback ist gleich wichtig. Wenn du Rückmeldungen von mehreren Personen bekommst, wirst du feststellen: Manche Punkte tauchen mehrfach auf, andere sind Einzelmeinungen. Mehrfach genannte Kritik ist meist relevanter als einmalige Anmerkungen.
Prüfe jeden Feedback-Punkt mit diesen vier Fragen:
1. Mehrfach genannt? Wenn ja: hohe Priorität, wahrscheinlich relevantes Problem.
2. Betrifft Note oder Anforderungen? Wenn ja: unbedingt prüfen, ggf. mit Betreuung klären.
3. Verbessert Verständlichkeit oder Logik messbar? Wenn ja: umsetzen, auch wenn Aufwand.
4. Aufwand vs. Nutzen? Kleine Änderung mit großem Effekt: sofort. Große Änderung mit kleinem Effekt: abwägen.
Sammeln: Alle Rückmeldungen in eine Liste übertragen (Tabelle oder Dokument)
Clustern: Nach Kategorien sortieren (Inhalt, Struktur, Sprache, Formatierung)
Entscheiden: Jeden Punkt markieren: Annehmen / Prüfen / Ablehnen (mit Begründung)
Umsetzen: Hohe Priorität zuerst, dann mittlere. Niedrige nur, wenn Zeit bleibt.
Re-Read: Nach allen Änderungen einmal komplett gegenlesen, ob alles stimmig ist
Widersprüchliches Feedback auflösen
Widersprüchliches Feedback ist normal. Eine Person findet das Theoriekapitel zu lang, eine andere zu kurz. In solchen Fällen hilft eine klare Priorisierung:
- Bei Stilfragen: Definiere eine Person als Stil-Referenz und folge deren Empfehlungen konsequent, um die Einheitlichkeit zu bewahren.
- Bei inhaltlichen Fragen: Prüfe, welches Feedback besser zu den offiziellen Anforderungen und deiner Forschungsfrage passt.
- Im Zweifel: Besprich widersprüchliche Punkte mit deiner Betreuung, bevor du weitreichende Änderungen vornimmst.
Typische Fehler vermeiden
Diese Fehler kosten Zeit oder führen zu schlechterem Feedback. Mit klarer Planung lassen sie sich jedoch leicht umgehen.
Fehler 1: Zu spätes Timing
Wer erst eine Woche vor Abgabe um Feedback bittet, hat keine Zeit mehr für sinnvolle Überarbeitungen. Nutze stattdessen einen realistischen Mini-Zeitplan:
- T-21 Tage: Einzelne Kapitel (Einleitung, Methodik) reviewen lassen
- T-14 Tage: Gesamtarbeit zur Durchsicht geben
- T-7 Tage: Änderungen eingearbeitet, finale Korrekturschleife
- T-2 Tage: PDF-Export, Formatierung prüfen, Druck vorbereiten
Hinweis: Wenn dir nur noch 10 Tage bleiben, priorisiere das Feedback für Einleitung, Methodik und Diskussion.
Fehler 2: Unklare Aufgabenstellung
„Lies mal drüber" liefert oft vages Feedback. Reviewer wissen dann nicht, worauf sie ihren Fokus legen sollen.
Lösung: Nutze die oben genannte Briefing-Vorlage. Nenne 3 bis 5 konkrete Fragen und sag explizit, was du gerade nicht brauchst (z. B. Rechtschreibung). Begrenze den Umfang auf maximal 20 bis 30 Seiten pro Durchgang.
Fehler 3: Feedback persönlich nehmen
Kritik am Text fühlt sich manchmal wie Kritik an der eigenen Person an. Das blockiert die sachliche Einordnung der Verbesserungsvorschläge.
Lösung: Lass Feedback, das dich verunsichert, erst einmal einen Tag liegen. Frage dich beim zweiten Lesen: Was ist der sachliche Kern? Reviewer wollen deine Arbeit verbessern, nicht dich kritisieren.
Fehler 4: Alles umsetzen wollen
Bei mehreren Reviewern bekommst du zwangsläufig unterschiedliche Meinungen. Der Versuch, alles gleichzeitig umzusetzen, führt oft zu einem inkonsistenten Text.
Lösung: Nutze die Entscheidungslogik. Mehrfach genanntes Feedback hat Vorrang. Stilfragen entscheidest du nach eigenem Ermessen. Dokumentiere bewusste Ablehnungen kurz mit einer Begründung für dich selbst.
Nächste Schritte
Wenn du dein Feedback eingearbeitet hast, bist du auf der Zielgeraden. Diese Schritte trennen dich noch von der Abgabe.
Finale Korrekturschleife: Nach der inhaltlichen Überarbeitung kommt die sprachliche. Wenn du deine Masterarbeit Korrektur lesen lässt, achte auf Rechtschreibung, Grammatik und einheitliche Formatierung. Am besten mit einem Tag Abstand, damit du Fehler wieder siehst.
Formatierung prüfen: Stimmen die Seitenränder mit den Vorgaben überein? Läuft die Seitennummerierung korrekt? Sind alle Abbildungen und Tabellen beschriftet und im Verzeichnis aufgeführt? Ein letzter Blick auf Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis schadet nie.
Als PDF exportieren: Exportiere dein Dokument als PDF und prüfe, ob alles korrekt dargestellt wird. Schriftarten, Umbrüche und Bilder können beim Export verrutschen. Öffne das PDF auf einem anderen Gerät, um sicherzugehen.
Drucken und binden: Prüfe die Abgabevorgaben deiner Hochschule: Wie viele Exemplare? Welche Bindung ist erlaubt oder empfohlen? Plane zwei bis drei Werktage für Druck und Versand ein. Bei BachelorHero kannst du deine Arbeit online konfigurieren und mit Expressversand rechtzeitig erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kapitel sollte ich zuerst reviewen lassen?
Beginne mit der Einleitung (Forschungsfrage, Zielsetzung) und dem Methodik-Kapitel. Wenn diese Grundlagen sitzen, baut der Rest darauf auf. Danach lohnt sich Feedback zur Diskussion, weil dort oft argumentative Schwächen sichtbar werden. Das Theoriekapitel ist oft weniger argumentativ als Diskussion oder Methodik, kann aber je nach Fach zentral sein.
Wie gebe ich Reviewern eine klare Aufgabe, ohne sie zu überfordern?
Begrenze den Umfang (maximal 20 bis 30 Seiten pro Durchgang) und nenne 3 bis 5 konkrete Fragen. Sag explizit, was du nicht brauchst (z. B. Rechtschreibung). Gib eine realistische Deadline und bedanke dich vorab. So wissen Reviewer genau, was erwartet wird.
Wie dokumentiere ich Feedback-Entscheidungen effizient?
Führe eine einfache Liste mit drei Spalten: Feedback-Punkt, Entscheidung (Annehmen, Prüfen, Ablehnen), Begründung. Das dauert pro Punkt nur Sekunden, gibt dir aber Überblick und Argumentationshilfe, falls jemand nachfragt.
Was ist bei externer Hilfe (Lektorat) konkret erlaubt?
Sprachliches Lektorat (Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau) ist meist erlaubt. Inhaltliche Eingriffe (Argumentation ändern, Kapitel umstrukturieren) sind fast überall untersagt. Prüfe deine Prüfungsordnung und informiere im Zweifel deine Betreuung vorab. Im Zweifelsfall gilt: lieber nachfragen als riskieren.
Darf ich meine Arbeit teilen, wenn sie vertrauliche Daten enthält?
Das hängt von deiner Vereinbarung ab. Wenn du ein NDA unterschrieben hast, kläre mit dem Unternehmen, was du teilen darfst. Praktische Optionen: Nur Kapitel ohne sensible Daten teilen, Namen und Details anonymisieren, Offline-Review vor Ort, oder Zugriff auf Cloud-Dokumente zeitlich begrenzen. Im Zweifel: weniger teilen, dafür die wirklich kritischen Kapitel (Methodik, Diskussion) priorisieren.
Was mache ich bei widersprüchlichem Feedback?
Das kommt häufig vor. Prüfe zuerst: Handelt es sich um Geschmacksfragen oder sachliche Kritik? Bei inhaltlichen Widersprüchen besprich die Punkte mit deiner Betreuung. Letztlich entscheidest du, was zu deiner Argumentation passt. Dokumentiere bewusste Entscheidungen kurz für dich selbst.
Kann ich meine Betreuung um Peer Review bitten?
Die Betreuung ist kein Peer Reviewer, sondern Prüfungsinstanz. Besprich mit ihr Gliederung, methodische Fragen und Zwischenstände. Detailliertes Line-by-line-Feedback ist meist nicht üblich, aber das variiert je nach Betreuungsperson. Kläre die Erwartungen früh. Für Textfeedback sind Kommilitonen, fachfremde Leser oder Alumni oft besser geeignet.
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