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Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit: Vorlage, Inhalt und Tipps

Eidesstattliche Erklärung Masterarbeit: Vorlage, Muster und Tipps | BachelorHero

Inhaltsverzeichnis

Die eidesstattliche Erklärung (auch Selbstständigkeitserklärung) ist die unterschriebene Versicherung, dass du deine Masterarbeit selbstständig verfasst und alle Quellen korrekt angegeben hast. Position: meist ganz am Ende der Arbeit, je nach Hochschule auch nach dem Deckblatt. Wichtigste Regel: Nutze die offizielle Vorlage deiner Hochschule und unterschreibe nach deren Vorgabe (handschriftlich, Scan oder digital).

Hier bekommst du Mustervorlagen zum Kopieren und erfährst, welche Angaben hineingehören.

Auf einen Blick

Pflicht: Ohne eidesstattliche Erklärung gilt die Arbeit als formal unvollständig. Häufig ist Nachreichung möglich.

Position: Typischerweise am Ende der Arbeit (je nach Hochschule auch am Anfang).

Goldene Regel: Offizielle Vorlage deiner Hochschule nutzen, rechtsverbindlich unterschreiben (handschriftlich oder nach Vorgabe digital).

Was ist eine eidesstattliche Erklärung?

Die eidesstattliche Erklärung ist eine schriftliche Versicherung, dass du deine Masterarbeit selbstständig und ohne unzulässige Hilfe verfasst hast. Du bestätigst damit, dass alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel vollständig angegeben sind und dass die Arbeit nicht bereits anderweitig als Prüfungsleistung eingereicht wurde. Die Erklärung ist mehr als eine Formalität: Sie ist eine verbindliche Zusicherung deiner wissenschaftlichen Integrität.

Begriffliche Varianten: Hochschulen verwenden unterschiedliche Bezeichnungen für dasselbe Dokument. Üblich sind „Eidesstattliche Erklärung", „Selbstständigkeitserklärung", „Ehrenwörtliche Erklärung" oder „Versicherung an Eides statt". Eine eidesstattliche Erklärung wird formal „an Eides statt" abgegeben und kann je nach Kontext eine höhere rechtliche Bedeutung haben. Eine Selbstständigkeitserklärung bestätigt ebenfalls die eigenständige Anfertigung, ist aber oft weniger formal formuliert. In der Praxis sind die Dokumente inhaltlich häufig identisch. Entscheidend ist der Wortlaut, den deine Prüfungsordnung vorgibt, nicht der Name des Dokuments.

Konsequenzen bei Verstößen

Falsche Angaben in der Erklärung haben prüfungsrechtliche Konsequenzen: Hochschulen können bei Verstößen gegen die wissenschaftliche Redlichkeit die Prüfungsleistung für ungültig erklären und den akademischen Grad aberkennen, auch Jahre nach der Abgabe. Ein Täuschungsvorwurf wiegt schwer und kann sich auf die weitere akademische oder berufliche Laufbahn auswirken.

Inhalt der eidesstattlichen Erklärung

Inhalt der eidesstattlichen Erklärung: Selbstständigkeit, Quellenangabe, Erstveröffentlichung | BachelorHero

Die eidesstattliche Erklärung enthält drei zentrale Aussagen, die du mit deiner Unterschrift bestätigst. Der genaue Wortlaut variiert je nach Hochschule, aber diese Kernelemente sind fast immer enthalten.

Element 1: Selbstständige Anfertigung

Du versicherst, dass du die Arbeit eigenständig und ohne unzulässige fremde Hilfe geschrieben hast. Zulässige Hilfe wie die Betreuung durch deine Professorin oder deinen Professor bleibt davon unberührt.

„Ich versichere, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe."

Element 2: Vollständige Quellenangabe

Du bestätigst, dass alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Werken als Zitate gekennzeichnet sind. Dies schließt gedruckte Quellen, Internetquellen und andere Medien ein.

„Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten oder unveröffentlichten Schriften entnommen sind, habe ich als solche kenntlich gemacht."

Element 3: Keine anderweitige Verwendung

Du erklärst, dass die Arbeit nicht bereits als Prüfungsleistung an einer anderen Stelle eingereicht wurde. Dies verhindert die mehrfache Verwertung derselben Arbeit.

„Die Arbeit wurde bisher weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt."

Manche Hochschulen ergänzen weitere Elemente, etwa die Zustimmung zur Plagiatsprüfung durch Software, die Erlaubnis zur Einsichtnahme durch Dritte oder eine Angabe zur Nutzung von KI-Tools.

Häufig verlangte Angaben

Diese Angaben werden je nach Hochschule in der eidesstattlichen Erklärung verlangt:

Fast immer: Titel der Arbeit, Ort und Datum, Unterschrift (handschriftlich oder nach Vorgabe digital), Vor- und Nachname.

Häufig zusätzlich: Matrikelnummer, Studiengang, Fakultät oder Fachbereich, Name der Hochschule.

Manchmal: Name der betreuenden Person, Zustimmung zur Plagiatsprüfung, Angabe zu KI-Tools.

Die offizielle Vorlage deiner Hochschule zeigt, welche Angaben konkret erforderlich sind.

Position in der Masterarbeit

Position der eidesstattlichen Erklärung in der Masterarbeit | BachelorHero

Die Position der eidesstattlichen Erklärung variiert zwischen Hochschulen. An den meisten Universitäten steht sie am Ende der Arbeit, nach dem Literaturverzeichnis und gegebenenfalls nach dem Anhang. Sie bildet dann die letzte Seite vor dem Rückumschlag.

An einigen Hochschulen wird die Erklärung dagegen am Anfang platziert, direkt nach dem Deckblatt oder vor dem Inhaltsverzeichnis. Diese Variante ist seltener, kommt aber vor.

Die eidesstattliche Erklärung wird in der Regel nicht im Inhaltsverzeichnis aufgeführt und erhält keine Seitenzahl oder eine separate Nummerierung (z. B. römische Ziffern). Sie zählt nicht zum Umfang des Textteils.

Vorlage zum Kopieren

Die folgenden Vorlagen decken unterschiedliche Anforderungen ab. Falls deine Hochschule eine eigene verbindliche Formulierung vorgibt, hat diese immer Vorrang. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern durch deine Daten.

Vorlage für die eidesstattliche Erklärung in der Masterarbeit | BachelorHero
Welche Vorlage passt?

Wichtig: Hat deine Hochschule eine eigene Vorlage? Dann nutze diese. Die Muster hier dienen nur als Orientierung oder Backup.

Vorlage „an Eides statt": Wenn deine Prüfungsordnung explizit eine eidesstattliche Versicherung verlangt.

Erweiterte Vorlage: Mit Plagiatsprüfungs-Klausel, falls gefordert. Enthält ebenfalls „an Eides statt" – entferne es, wenn deine Hochschule das nicht verlangt.

KI-Klausel ergänzen: Falls du KI-Tools genutzt hast und eine Angabe verlangt oder empfohlen wird.

Hinweis: „An Eides statt" und Plagiatsprüfungs-Klausel sind unabhängig voneinander – kombiniere nur das, was deine Prüfungsordnung tatsächlich vorschreibt.

Vorlage: Eidesstattliche Erklärung (an Eides statt)

Eidesstattliche Erklärung

Ich versichere hiermit an Eides statt, dass ich die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel „[Titel der Arbeit]" selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.

Alle Stellen der Arbeit, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen oder anderen Quellen entnommen sind, habe ich als solche kenntlich gemacht.

Die Arbeit wurde in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt.

_______________________

[Ort], [Datum]

_______________________

[Unterschrift]

Wichtig: Verwende „an Eides statt" nur, wenn deine Prüfungsordnung oder Vorlage es ausdrücklich verlangt. Sonst ersetze durch: „Ich erkläre, dass ich die vorliegende Masterarbeit…"

Erweiterte Vorlage mit Plagiatsprüfungs-Klausel:

Erweiterte Vorlage (mit Plagiatsprüfung)

Eidesstattliche Erklärung

Ich erkläre hiermit an Eides statt, dass ich die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel „[Titel der Arbeit]" selbstständig und ohne unzulässige fremde Hilfe angefertigt habe. Ich habe keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt. Sämtliche Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten oder unveröffentlichten Schriften entnommen wurden, sind als solche gekennzeichnet.

Die Arbeit wurde in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegt und auch noch nicht veröffentlicht.

Ich bin damit einverstanden, dass die Arbeit zum Zweck der Plagiatsprüfung in eine Datenbank eingestellt wird.

_______________________

[Ort], den [Datum]

_______________________

[Vor- und Nachname]

Hinweis: Auch diese Vorlage enthält „an Eides statt". Nutze diese Formulierung nur, wenn deine Prüfungsordnung sie ausdrücklich verlangt. Sonst ersetze durch: „Ich erkläre, dass…"

Zusatzklausel für KI-Tools (falls von deiner Hochschule verlangt oder empfohlen):

Ergänzung bei KI-Nutzung

Ich erkläre, dass ich bei der Erstellung dieser Arbeit [keine KI-basierten Tools verwendet habe / folgende KI-basierte Tools verwendet habe: [Tool-Namen, z. B. ChatGPT, DeepL]]. Die generierten Inhalte wurden von mir geprüft, überarbeitet und in eigener Verantwortung in die Arbeit integriert. Die wissenschaftliche Eigenleistung und die Verantwortung für den Inhalt liegen vollständig bei mir.

Diese Klausel kannst du der Standardvorlage oder erweiterten Vorlage hinzufügen. Der genaue Wortlaut variiert je nach Hochschule.

Unterschrift und formale Anforderungen

Die Unterschrift ist ein wesentlicher Bestandteil der eidesstattlichen Erklärung. Bei gedruckten Exemplaren: handschriftlich mit dokumentenechtem Stift (Kugelschreiber, kein Bleistift). Das Datum sollte dem Abgabedatum entsprechen oder kurz davor liegen.

Bei der digitalen Abgabe gibt es drei gängige Varianten: eingescannte handschriftliche Unterschrift im PDF, qualifizierte elektronische Signatur (QES) oder separate Einreichung der unterschriebenen Seite als Papierversion. Welche Form akzeptiert wird, hängt von deiner Hochschule ab. Kläre das vor der Abgabe.

Für die gedruckte Version, die du beim Prüfungsamt oder in der Bibliothek einreichst, gilt: Die Erklärung muss original unterschrieben sein, nicht kopiert. Wenn du mehrere Exemplare abgibst, unterschreibe jedes Exemplar einzeln.

Checkliste vor der Unterschrift

Ist der Titel der Arbeit korrekt eingetragen?

Entspricht der Wortlaut den Vorgaben deiner Hochschule?

Ist Ort und Datum eingetragen?

Hast du alle Quellen tatsächlich angegeben?

Verwendest du einen dokumentenechten Stift?

Variationen je nach Hochschule

Die Anforderungen an die eidesstattliche Erklärung können sich je nach Institution unterscheiden:

  • Formulierungen und Zusatzklauseln: Diese unterscheiden sich zwischen Hochschulen, Fakultäten und teilweise sogar zwischen Studiengängen. Einige Hochschulen stellen verbindliche Formulare bereit, andere geben nur inhaltliche Mindestanforderungen vor.
  • Plagiatsprüfung: In einigen Prüfungsordnungen wird die Zustimmung zur Plagiatsprüfung verlangt. Du erklärst dich damit einverstanden, dass deine Arbeit mit einer Software auf Textübereinstimmungen geprüft wird.
  • KI-Tools: Die Regelungen zur Angabe von KI-basierten Schreibassistenten oder Übersetzungstools entwickeln sich aktuell noch und sind uneinheitlich. Informiere dich bei deiner Fakultät, ob und wie du die Nutzung solcher Tools dokumentieren musst.
So findest du die richtige Vorlage
1.

Prüfe die Prüfungsordnung deines Studiengangs (oft als PDF auf der Hochschulwebsite).

2.

Schau auf der Website deiner Fakultät nach Vorlagen oder Formularen.

3.

Im Zweifel: Kurze Anfrage beim Prüfungsamt oder bei deiner Betreuung.

Typische Fehler vermeiden

  • Erklärung vergessen: Der häufigste Fehler. Füge die Seite bereits beim Erstellen des Dokuments ein, damit du sie nicht übersiehst. Ohne Erklärung gilt die Arbeit als unvollständig.
  • Unterschrift vergessen: Eine nicht unterschriebene Erklärung ist ungültig. Prüfe nach dem Drucken alle Exemplare. Bei digitaler Abgabe: Ist die Unterschrift im PDF sichtbar?
  • Falscher Wortlaut: Vorlagen aus dem Internet oder von älteren Arbeiten können veraltet sein. Die offizielle Vorlage deiner Hochschule hat immer Vorrang.
  • Titel falsch übertragen: Der Titel in der Erklärung muss mit dem Titel auf dem Deckblatt übereinstimmen. Kopiere ihn direkt, um Tippfehler zu vermeiden.
Was tun, wenn die Erklärung fehlt?

Falls du die Erklärung vergessen hast oder sie nicht unterschrieben ist:

1.

Kontaktiere sofort das Prüfungsamt und frag, ob eine Nachreichung möglich ist.

2.

Kläre Frist und Format: Muss die Seite als Papierversion oder digital eingereicht werden?

3.

Unterschreibe die Erklärung und reiche sie schnellstmöglich nach.

4.

Dokumentiere die Kommunikation mit dem Prüfungsamt (E-Mail aufbewahren).

Nächster Schritt: Erklärung einfügen

Wenn du die eidesstattliche Erklärung fertig formuliert hast, füge sie an der richtigen Stelle in deine Masterarbeit ein. Prüfe ein letztes Mal, ob der Wortlaut den Anforderungen entspricht und ob alle persönlichen Angaben korrekt sind.

Nach dem Einfügen solltest du das gesamte Dokument noch einmal durchsehen. Stimmt die Gliederung? Ist das Literaturverzeichnis vollständig? Hast du alle Quellen korrekt zitiert? Die eidesstattliche Erklärung ist einer der letzten Schritte vor der Abgabe.

Druckfertig machen: Exportiere dein Dokument als PDF und prüfe, ob alle Seiten korrekt dargestellt werden. Die eidesstattliche Erklärung sollte auf einer eigenen Seite stehen und genug Platz für Ort, Datum und Unterschrift bieten.

Tipp für den Druck: Plane genügend Zeit ein und unterschreibe die Erklärung in jedem Abgabeexemplar original. Bei digitaler Abgabe reicht je nach Hochschule ein Scan oder eine elektronische Signatur.

Häufig gestellte Fragen

Muss die Erklärung im PDF digital signiert sein oder reicht ein Scan?

Das hängt von deiner Hochschule ab. Viele akzeptieren einen eingescannten Ausdruck mit handschriftlicher Unterschrift als PDF. Andere verlangen eine qualifizierte elektronische Signatur oder eine separat eingereichte Papierversion. Kläre vor der Abgabe, welche Form akzeptiert wird.

Welche Angaben (Matrikelnummer, Studiengang) sind üblich?

Häufig verlangt werden: Vor- und Nachname, Ort und Datum, Unterschrift und der Titel der Arbeit. Je nach Hochschule kommen hinzu: Matrikelnummer, Studiengang, Fakultät, Name der Hochschule oder der betreuenden Person. Die offizielle Vorlage deiner Hochschule zeigt, welche Angaben konkret erforderlich sind.

Was passiert, wenn ich die eidesstattliche Erklärung vergesse?

Ohne eidesstattliche Erklärung gilt die Masterarbeit als formal unvollständig. In vielen Fällen ist eine Nachreichung möglich. Kontaktiere sofort das Prüfungsamt, kläre Frist und Format (Papier oder PDF) und reiche die unterschriebene Seite schnellstmöglich nach.

Muss ich KI-Tools wie ChatGPT in der Erklärung angeben?

Das ist hochschulabhängig. Einige Fakultäten verlangen inzwischen eine Angabe zur Nutzung von KI-Tools, andere nicht. Wenn du KI-basierte Schreibassistenten oder Übersetzungstools verwendet hast, informiere dich bei deiner Fakultät über die aktuellen Vorgaben und ergänze gegebenenfalls eine entsprechende Klausel.

Kann ich eine Vorlage aus dem Internet verwenden?

Vorlagen aus dem Internet können als Orientierung dienen, sollten aber nicht einfach übernommen werden. Viele Hochschulen stellen eigene Formulierungen bereit, die du verwenden musst. Die offizielle Vorlage deiner Prüfungsordnung hat immer Vorrang.

Wird die eidesstattliche Erklärung im Inhaltsverzeichnis aufgeführt?

In den meisten Fällen nicht. Die Erklärung erhält typischerweise keine Seitenzahl oder eine separate Zählung (z. B. römische Nummerierung) und zählt nicht zum Textteil. Die genauen Formatierungsvorgaben variieren je nach Hochschule.

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